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Aktuelle Ereignisse
22. April 2010
Autorenlesung 2009: Sexuelle Verwahrlosung Wolfgang Büscher ist Journalist. Er schrieb als Bonn-Berichterstatter für "Sonntag Aktuell" in Stuttgart und arbeitete als Medienberater für zahlreiche Unternehmen, über zehn Jahre auch für Daimler in Stuttgart. Außerdem war er als Radiomoderator tätig und viele Jahre lang als politischer Journalist auch Mitglied der Bundespressekonferenz. Seit Herbst 2002 lebt er in Berlin. 2004 lernte er Bernd Siggelkow kennen und wurde Pressesprecher der Arche.
Am 9. Oktober 2009 referierte und las Wolfgang Büscher zum
Thema "sexuelle Verwahrlosung". Der "Trierische Volksfreund schreibt dazu in
seiner Ausgabe vom 13. Oktober 2009:
Gesprächsforum 2008: Kinder im Internet - gefangen im Netz? Am 7. November 2008 fand das 9. Gesprächsforum der IGKS Bitburg-Prüm e.V. statt. Etwa 130 Gäste kamen aus diesem Anlass in die Schalterhalle der Volksbank Bitburg eG.
Ziel der Veranstaltung war es, Eltern,
Pädagogen und alle Interessierten mit der Problematik von Internet-Chats zu
konfrontieren.
Seitens des Hausherrn begrüßte
Rudolf Rinnen die Anwesenden, Markus Hormes, Redakteur des Trierischen Volksfreunds, moderierte die Podiumsdiskussion. Eine Chat-Simulation, erstellt vom Internet-Experten Michael Reiter, führte ohne Umschweife in die Problematik des Themas ein. Gebannt verfolgten die Zuschauer, wie innerhalb kurzer Zeit ein naives, unkritisches 12-jähriges Mädchen manipuliert wird, ein Nacktfoto von sich an eine angeblich 13-jährige "Freundin" zu senden.
Thomas Albrecht,
Dezernent für Internetkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Trier, äußerte
dazu: Sobald ein Foto im Internet steht, kann es nicht mehr entfernt werden.
Selbst wenn der Betroffene es aus seinem Auftritt löscht, so ist es doch
längst in Archiven gespeichert. Darüber hinaus ist das Internet heute das
wichtigste Kommunikationsmittel Jugendlicher, welches zum unbedachten
Austausch persönlicher Daten verführt und die Anbahnung von Straftaten, zum
Beispiel sexuellem Missbrauch, erleichtert. Viele Straftaten ließen sich von vorne herein vermeiden, meinte Bernd Büscher, Kriminalhauptkommissar aus Bernkastel-Kues, wenn alle Anbieter jeglicher Plattformen das Post-Ident-Verfahren zur Voraussetzung einer Registrierung machten. Da dies jedoch mit Kosten für den Anbieter verbunden ist, sieht man davon ab. (Internet-Banken nutzen dieses Verfahren.) Rosemarie Neugrodda-Biehl stellte fest, dass eine Ursache für die Faszination des Internet der Gruppendruck ist. Diesem sollten Eltern die echte Begegnung mit Menschen - Familie, Freunde - und echte Erlebnisse entgegensetzen. Dazu braucht man aber Zeit und Ideen und die echte Bereitschaft, sich auf das Kind, den Jugendlichen einzulassen. Ebenso sollten sich die Eltern die nötige Zeit nehmen, mit ihrem Kind das Internet, den Chat, kennen zu lernen. Natürlich existieren Internet-Plattformen nur, wenn möglichst viele daran teilnehmen, so Thomas Brück, einer von vier Geschäftsführern der Plattform partyface.de. Sie legen großen Wert auf Jugendschutz und bieten eine gewisse Sicherheit, indem sie den Usern vorschlagen, sich mit einer Ausweis-Fotokopie registrieren zu lassen. (Auf ihrer Homepage finden sich gute Ratschläge für junge Nutzer.) Bernd Büscher zitierte aus einer Studie der Uni Köln, nach der nur 8 % der Opfer sexueller Gewalt - untersucht wurde die Gruppe der 10- bis 19-Jährigen - mit ihren Eltern darüber reden. Rosemarie Neugrodda-Biehl entgegnete darauf, dass Eltern ihre Kinder gut beobachten müssen, denn solche Übergriffe zeigen immer Wirkung! Außerdem sollen die Kinder schon früh gelernt haben, dass man sich auch irren, dass man auch Fehler machen kann, und dass man sich dann ganz besonders auf die Eltern verlassen kann. Diese sollen nichts beschönigen sondern ihrem Kind helfen, aus einer schwierigen Situation herauszufinden. Den abschließenden Beitrag der Referenten brachte Michael Reiter zur Sprache: Natürlich kann man auf dem Computer eine Kindersicherung so programmieren, dass bestimmte Seiten gar nicht erst erscheinen können. Als Fazit der Veranstaltung stellten alle - Referenten wie Zuhörer fest, dass ein großer Aufklärungsbedarf besteht und dass es keine einfachen Lösungen gibt. Deshalb erntete Rudi Rinnen große Zustimmung, als er anregte, diese Veranstaltung als Basis eines Projektes für die Region zu nehmen.
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